Addo – Einfach elefantastisch

Addo – Einfach elefantastisch

Die für uns letzte Station auf der Garden Route war der Addo Elephant National Park. Dieser liegt direkt hinter Port Elizabeth und war für uns aus Jeffreys Bay schnell und einfach zu erreichen. Der Addo setzt sich aus mehreren Nationalparks zusammen und bietet somit eine große Tierauswahl. Anstatt den üblichen Big Five (Büffel, Nashorn, Löwe, Leopard und natürlich der Elefant) gibt es dort die Möglichkeit die Big Seven zu sehen (zus. Wale und der Weiße Haie), denn auch ein Wasserschutzgebiet gehört zum erweiterten Nationalpark. Im Prinzip ist ein Nationalpark ein großer Zoo, allerdings leben die Tiere dort absolut frei und in ihrer natürlichen Umgebung. Die Nationalparks sind zum Schutz und Erhalt der Tiere angelegt worden. So auch der Addo. 1931 gegründet galt er dem Schutz der verbliebenen 11 heimischen Elefanten. Heute sind im Park mehr als 400 Elefanten unterwegs. Wenn das mal keine tolle Prognose ist.

Der Park ist durch Straßen geteilt, sodass die Tiere teilweise in separaten Gebieten unterwegs sind. Wir hatten uns für den Part mit den Elefanten entschieden, dies ist auch der Hauptpark und da wir lediglich zwei Nächte in der Lodge gebucht hatten, hatten wir nur einen vollen Tag für die Safari. Bevor ich jedoch auf die Safari eingehe, möchte noch kurz unsere Lodge erwähnen.

Addo Afrique Lodge

Wir hatten ein Zimmer in der oben genannten Lodge. Die Lodge hat lediglich 3 Zimmer zu vermieten und so gestaltete sich der Besuch sehr privat und familiär. Moses, der Gastgeber hat das Hotel alleine geführt und sich entsprechend um alles gekümmert. Er war Rezeptionist, Zimmermädchen, Koch und Gastgeber in einem. Er kannte sich gut aus und hatte jede Menge Tipps für uns. Die Lodge liegt nicht direkt im Nationalpark, sondern 10 Fahrminuten entfernt, mitten im Grünen und hat ein kleines eigenes Reservat mit Giraffen, Straußen, Springböcken, Warzenschweinen und Kudus. Die Lodge ist schon etwas älter, aber sehr gemütlich und schön eingerichtet. Das Haus ist komplett aus Holz gebaut und der rustikale Stil passt perfekt nach Afrika und reiht sich wunderbar in die Natur ein. Am meisten beeindruckt hat uns jedoch die Stille. Wir saßen einfach still auf dem Balkon und haben den Geräuschen der Natur gelauscht, der perfekt Ort um Trubel und Stress zu vergessen und in sich hinein zu hören. Besonders nachts zum Einschlafen und morgens zum Aufwachen kann man sich kaum einen friedlicheren Ort vorstellen. Schade, dass wir euch davon nichts mitbringen können. Was wir auch nicht mitbringen können ist der Geruch: es hat am Abend geregnet und danach war alles in einen ganz frischen Geruch gehüllt, unbeschreiblich schön. Ach, ihr müsst unbedingt hin und es selber riechen und hören:-)

Große Giraffe – kleiner Mensch

Da es Giraffen im Hauptpark nicht gibt, war es natürlich genial für uns, dass wir welche vor der Tür hatten und wir sind gleich am ersten Abend zu Fuß losgezogen, haben uns aber nicht weitgetraut, da wir keine Ahnung hatten, wie gefährlich (oder auch nicht) die Tiere sind. Anschließend sind wir mit dem Auto los und haben tatsächlich ziemlich bald die Giraffen gefunden. Wir haben uns sogar aus dem Auto getraut, aber nicht allzu nah dran. Am nächsten Morgen hat Moses uns erklärt, dass man sich allen Tieren im Reservat bedenkenlos zu Fuß nähern kann und so haben wir uns nochmal vor unserer Abfahrt ganz nah ran getraut und haben ganz tolle Fotos bekommen. Giraffen sind sehr neugierige Tiere, aus diesem Grund flüchten sie auch nicht gleich, sondern beobachten, was passiert. Erst, wenn man zu nah ran kommt oder zu hektisch ist, fliehen sie. Ein weiterer Pluspunkt eines privaten Reservates ist, dass man die Drohne, im Nationalpark strengstens verboten, fliegen darf und seht euch nur an, wie toll die Bilder geworden sind. 

Toli & Elli auf großer Safari

Am nächsten Tag waren wir schon früh auf den Beinen und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es gleich los in den Nationalpark. Wir wollten Tiere sehen. Es hatte in der Nacht geregnet und der Himmel war wolkenverhangen, beste Bedingungen also um Tiere zu sehen. Bei zu großer Hitze verstecken sich diese gerne unter Bäumen und im Dickicht, sodass es nicht so leicht ist sie zu entdecken. Und so hatten wir schon nach wenigen Metern die erste Elefantenherde vor uns. Ausgewachsene Tiere zusammen mit Babyelefanten zusammen am Wasserloch. Es ist beeindruckend wie groß ein ausgewachsenes Männchen sein kann, in unserem Auto kamen wir uns doch ziemlich klein vor. Plötzlich kam ein Elefantenbulle direkt auf uns zu. Mir rutschte das Herz in die Hose und ich bat Toli ein paar Meter nach hinten zu fahren:-) Uns gegenüber stand ein anderes Auto, die beiden Insassen blieben etwas cooler und der Bulle lief nur Zentimeter am Auto vorbei. Man hätte ihn streicheln können. Verrückt, aber das Auto interessierte ihn Gott sei dank nicht weiter. Sondern Fressen war sein Ziel. Apropos Essen. Gefühlt machen Elefanten von früh bis spät nichts anderes. Und naja, was rein kommt muss auch wieder raus und so hinterließen die Elefanten ziemlich deutlich Spuren und man konnte gleich sehen, wo sie auf der Suche nach erneuter Nahrung entlang gezogen sind. 

Wir haben natürlich noch andere Tiere gesehen, sogar eine Löwin, aber diese schien nicht in Ordnung zu sein, sie lag nämlich flach und regungslos auf dem Boden. Generell liegen Löwen nach erfolgreicher Jagd faul herum, aber in diesem Fall haben selbst wir Laien es als unnatürlich empfunden. Wir wollten später nochmal vorbei schauen um zu sehen, ob sie immer noch da ist, aber da war der Abschnitt gesperrt, mit dem Hinweis, dass man mit einer Löwin zugange sei. Mehr konnten wir leider auch nicht in Erfahrung bringen. Wir hoffen ihr geht es wieder gut und sie jagt grade ein Kudu oder ein Zebra oder sonst irgendetwas:-)

Großartig und vielfältig war auch das Landschaftsbild im Park und man konnte an dem ein oder anderen Aussichtspunkt aussteigen und den Ausblick genießen. Seht euch diese Bilder an, toll oder?

Abschied von der Garden Route Aufbruch ins Landesinnere

Zwei tolle Tage haben wir im Addo verbracht und die Lodge können wir einfach nur empfehlen, es war so ruhig und entspannend. Voller neuer Energie und Eindrücke ging es nach einem kleinen Ausflug ins hoteleigene Reservat ging es gleich los in Richtung Flughafen. Von Port Elizabeth auf Johannesburg. Es war eine tolle Zeit an der südafrikanischen Küste und wir hoffen bald wieder zu kommen. Aber nun lagen zwei Wochen in Lizes Farm vor uns und wir waren voller Spannung auf diese Zeit, sodass der Abschied nicht ganz so schlimm war. 


Veröffentlicht am: 15. Dezember 2018 von: Elli

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