Iguaçu Waterfalls – Ein Wunder der Natur

Iguaçu Waterfalls – Ein Wunder der Natur

Einer der spannendsten und größten Wasserfälle der Welt befindet sich direkt an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien und wird vom Fluß Iguaçu gespeist. Von Rio aus hatten wir uns einen Flug direkt nach Iguaçu gebucht und so ging es am frühen Morgen gleich los. Drei volle Tage lagen vor uns. Der Flughafen in Iguaçu ist wirklich mini und ziemlich baufällig, aber mit unserem Gepäck hatten wir schnell ein Uber organisiert und los ging es in Richtung Stadt. In Iguaçu war es unheimlich heiß und schwül. Wir hatten jeden Tag um die 35° C und eine extreme Luftfeuchtigkeit. Fünf Minuten einfach nur draußen stehen reichten, um ganz durchgeschwitzt zu sein. Die Einheimischen erzählten uns, aktuell sei es noch angenehm. Es sei noch Frühling, im Sommer gehe es regelmäßig auf über 40° C. Puh, im Sommer wollen wir hier definitiv nicht hin…


Drei Länder in drei Tagen

Etwas weiter flußaufwärts und nicht am Wasserfall beteiligt liegt Paraguay. Da der Ankunftstag sowieso zu kurz war für die Wasserfälle haben wir uns mit dem Bus in Richtung Paraguay begeben. Angeblich sei Paraguay das Shoppingparadies für Technikartikel. Brasilien und Paraguay sind nur durch einen Fluss und entsprechend einer Brücke getrennt. Diese kann man zu Fuß überqueren und so kamen wir in den Genuss in zwei Ländern gleichzeitig zu sein, oder je nach dem wie man es sieht – auch im nirgendwo zu sein.

In Paraguay erwartete uns das totale Chaos. Der Verkehr auf der Brücke ist schon eine Katastrophe, aber vor der Brücke war es einfach nur verrückt, ohne erkennbares System versuchten sich alle auf die Brücke zu drängen, Autos, Menschen und Motorräder fuhren und liefen querbeet auf die Brücke zu. Dazwischen Verkäufer, die die ganze Zeit versuchten uns etwas anzudrehen, es war unheimlich laut und es stank, aufgrund des hohen Verkehrs in Kombination mit mangelnder Müllentsorgung, furchtbar. Dazu 35°C, hohe Luftfeuchtigkeit und die sengende Sonne. Völlig durchgeschwitzt und erledigt erreichten wir endlich das Shopping Center. Aber Schnäppchen gab es dort nicht wirklich. Anscheinend sind die Preise für Technik in Brasilien einfach deutlich höher, als wir es gewohnt sind. Unser Versuch den Hintergrund zu erörtern, scheiterte an unserem nicht vorhandenes Brasilianisch und dem schlechten Englisch der Brasilianer;-)


Tagesausflug nach Argentinien

Am nächsten Abend haben wir eine private Führung in Argentinien gebucht. Wir besuchten einen traditionellen Markt, ein Casino und das Dreiländereck mit Argentinien, Brasilien und Paraguay, jeweils durch Flüsse getrennt. Abends haben wir in einer sehr schönen und urigen Lodge argentinisches Rind zu einem horrenden Preis gegessen. Ob wir das nochmal machen genauso machen würden? Wohl eher nicht.

Drei Länder in drei Tagen macht man doch eher selten und wir waren überrascht, wie unterschiedlich die Besuche waren. Argentinien war vergleichsweise teuer, nicht gut organisiert und die Argentinier waren recht reserviert. Paraguay wirkte am ärmsten von den drei Ländern, es herrschte überall Chaos und die Verkäufer waren sehr penetrant. In Brasilien waren die Bewohner sehr freundlich, meist war alles gut organisiert und die Preise waren fair.


Die Wasserfälle

Für die Wasserfälle hatten wir zwei volle Tage eingeplant und das können wir nur empfehlen. Den ersten Tag haben wir auf der brasilianischen Seite verbracht. Den zweiten Tag auf der argentinischen Seite. Auch diese Reihenfolge würden wir empfehlen. Aber im Detail. Der Name kommt aus der indigenen Sprache und heißt so viel wie großes Wasser. Und das ist es. Es fallen bis zu 7000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde hinunter, das sind 7.000.000 (!) Liter pro Sekunde. Wahnsinn oder? Einfach unvorstellbar viel Wasser fällt dort täglich tosend die Felsen hinunter und fließt unten ruhig weiter. Eine Vielzahl von Wasserfällen verteilt sich auf eine große Fläche, sodass man eine Menge dieser Wasserfälle sehen kann. Da kann man nur staunen, wie schön Gott diese Welt erschaffen hat.


Cataratas do Iguaçu – Brasilien

Die meisten Wasserfälle befinden sich auf der argentinischen Seite, dies bedeutet wiederum, dass man von der brasilianischen Seite den perfekten Blick auf die Wasserfälle hat. Mit dem Taxi haben wir uns bis zum Eingang bringen lassen. Im Naturpark wird man mit einem offenen Bus bis zum Wanderweg zu den Wasserfällen gebracht. Während der Wanderung hat man immer wieder einen Blick durch das Grün auf die Wasserfälle. Insgesamt ist es eine kurze und auch nicht sehr herausfordernde Wanderung mit vielen schönen Fotostops. Am Ende kommt man direkt an den Wasserfälllen heraus. Über einen Steg kann bis an den Rand der Wasserfälle laufen und in den Abgrund schauen. Achtung, man wird unbedingt nass dabei;-) Im Abgrund sieht man Regenbögen zwischen den Wassermassen und, damit hatten wir nicht gerechnet, Vögel. Der Rußsegler wohnen hinter den Wasserfällen und hat somit keine natürlichen Feinde. Beeindruckend wie der Vogel zwischen all dem Wasser umher fliegt. Ein weiteres Tier ist im Nationalpark sehr verbreitet: Der Nasenbär. Auf den ersten Blick ein ganz niedliches Tier, aber wehe man hat Essen, da können diese niedlichen Tierchen ganz schön aggressiv werden, den Rucksack ausräumen und auf den Tisch springen. Letzte Station ist ein Steg mit dem man einem der größeren Wasserfälle ganz nah kommt, man kann die Hand ausstrecken und ihn fast berühren. 


Cataratas del Iguazú – Argentinien

Am nächsten Morgen ging es dann mit einem Bus vom Hostel aus in Richtung Argentinien. Der Nationalpark in Argentinien ist viel größer und um alle Wanderwege abzulaufen braucht man wohl zwei Tage. Innerhalb des Parkes gibt es ein Eisenbahnsystem um die Entfernungen zu überbrücken. Da wir auch noch eine Bootsfahrt gebucht hatten, haben wir uns von Beginn an auf den wichtigsten konzentriert, den Wanderweg zum Devilsthread. Teufelsschlund auf deutsch, so wird eine u-förmige Stelle an den Wasserfällen genannt, die das meiste Wasser führt und zumindest optisch die höchste Fallhöhe bietet. Man kommt über Stege tatsächlich bis an den Abgrund dieser Stelle und kann hinunter in den Schlund schauen. Das Wasser stürzt hier in Maßen die Platform hinunter. Man kann den Grund aufgrund des dichten Wassernebels gar nicht sehen. Auch hier wird man unweigerlich nass.


Eine willkommene Erfrischung

Apropos nass, ich hatte ja noch eine Bootsfahrt erwähnt. Wir wollten die Wasserfälle unbedingt auch von unten sehen und haben deshalb eine Bootsfahrt zu den Wasserfällen gebucht. Kostenpunkt war umgerechnet rund 50 Euro pro Person. Und es hat sich jeder Euro gelohnt. Erst wird man mit einem offenen Truck durch den Regenwald zum Einstieg gefahren. Unterwegs haben wir einen Tukan und diverse Spinnen gesehen. Mit Schwimmwesten und einem wasserdichten Beutel ging es ins Boot. Welches den Weg den immer unruhiger werdenden Fluss hinauf in Richtung der Wasserfälle nahm. Und schon erschien ein Wasserfall nach dem anderen vor dem Boot. Von unten sind die Wasserfälle noch beeindruckender als sowieso schon und wir kamen aus dem Staunen über diese Schöpfung nicht heraus. Nach ein paar Fotostops hieß es Kameras wegpacken und los ging es mit dem Boot unter ein paar der kleineren Wasserfälle. Ein Riesenspaß. Es blieb absolut nichts trocken und da wir ganz vorne saßen haben wir stets die volle Ladung abbekommen. Aber bei den Temperaturen ist es eine Wohltat. Ein einmaliges und wunderbares Erlebnis, absolut empfehlenswert. 

Fazit: Hat man doch nur einen Tag zur Verfügung empfehlen wir die argentinische Seite, aber ansonsten sind beide Pflicht. Nimm viel zu trinken mit und Klamotten die nass werden können. Anschließend fassen wir dir noch die Kosten zusammen. 

BrasilienArgentinien
Uber: 48 R$ – 11 €Bus: 75 R$ – 17 €
Eintritt: 69 R$ – 16 €Eintritt: 700 AR$ – 16 €
Wechselkurs 12/2018 1:4,40Wechselkurs 12/2018 1:43

So, ich hoffe du bist inzwischen deine Reise am planen, denn das muss man gesehen haben. Wenn du Hilfe oder Tipps brauchst sag gerne Bescheid. 

Mit diesem Bild möchten wir diesen Artikel abschließen, es geht dabei allerdings nicht um das Bild, sondern um den Text. Dieser ist so passend, grade vor diesem Naturspektakel und wir möchten mit vollem Herzen einstimmen:

“Mightier than the thunders of many waters, 
mightier than the waves of the sea, 
the LORD on high is mighty!“
Psalm 93,4

The Bible

God is always greater than all of our troubles.

Veröffentlicht am: 15. Januar 2019 von: Elli

Ein Gedanke zu „Iguaçu Waterfalls – Ein Wunder der Natur

  1. Wenn i mich nicht täusche ist der Spruch (erkenne i an dem Schriftzug) von Mutter Basilea, eine Ordensgründerin der Marienschwestern während/nach dem 2. Weltkrieg in Darmstadt. Da leben heute immer noch Schwestern, man kann da auch zu Besuch kommen. Deren Entstehungsgeschichte ist recht interessant! In der Schweiz sind wir mal über einen Ableger gestolpert (hab i dann auch an dem Schriftzug erkannt) u finde i cool, dass ihr MB sogar dort gefunden habt 😀👍

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