Kapstadt – Eingeschlossen zwischen zwei Weltmeeren

Kapstadt – Eingeschlossen zwischen zwei Weltmeeren

Bei der Planung unserer Weltreise war schnell klar: Es muss auf jeden Fall nach Südafrika gehen. Elli ist bereits letztes Jahr hier gewesen und immer wenn sie von diesem Land erzählt hat, leuchteten ihre Augen. Und diese Begeisterung steckte auch mich an, sodass meine Vorfreude mit jedem Tag, wo Südafrika näherrückte, stieg. Meine Erwartungen an das Land waren riesig und eins kann ich euch schon mal verraten: Ich wurde in keinster Weise enttäuscht. Elli hatte nicht zu viel versprochen. Nachdem wir bereits den Tafelberg bestiegen hatten und von dort aus die wundervolle Natur und Aussicht genießen konnten (siehe unseren Blogbeitrag zum Tafelberg) sollte es das aber noch nicht gewesen sein. Die Aussicht machte Lust auf me(e)hr und deshalb planten wir einen weiteren Ausflug. 

Pinguine @ Boulders Beach

Erster Stop war Simons Town (gelegen am indischen Ozean östlich von Kapstadt). Hier gibt es eine besondere Attraktion: Pinguine am Strand. Eins vorweg: Die Tiere sehen besser aus, als sie riechen. Aber sie am Strand entlang watscheln zu sehen, lässt auch über den etwas strengen Geruch hinwegsehen. Einfach zu lustig, wie unbeholfen sich die Dinger fortbewegen und am liebsten möchte man ihnen unter ihre Arme bzw. Flügel greifen und ihnen zum Wasser helfen. Sind sie jedoch erst einmal im Wasser, macht ihnen so schnell keiner was vor. Hierbei mussten wir an das Gleichnis von Eckhart von Hirschhausen denken (YouTube-Link, schaut es euch bei Gelegenheit gerne an). 

Das Kap der guten Hoffnung

Unser nächstes Ziel war, ihr könnt es bereits erahnen, das Kap der guten Hoffnung. Doch guter Hoffnung waren wir nur kurz. Denn ca. 2km vor dem Ziel kamen wir plötzlich zum Stehen. Es ging nur noch im Schneckentempo voran und wir wussten nicht was los ist. Als wir dann um eine der letzten Kurven fuhren, und eine lange Schlange an Autos sahen, wurde uns plötzlich klar: Die wollen auch alle zum Kap der guten Hoffnung! Wir überlegten kurz: mehr als 2 Stunden warten für 10 min. Sightseeing? Elli war bereits im letzten Jahr dort und versuchte mich davon zu überzeugen, dass sich das Warten nicht lohnt. Viel Überzeugungsarbeit musste sie nicht leisten, denn auf Warten hatte auch ich keine Lust. Also fuhren wir weiter. 

Wilde Strände am atlantischen Ozean

Natürlich hatten wir jetzt den Ort verpasst, wo sich indischer und atlantischer Ozean treffen, aber die Trauer darüber hielt nur kurz an.  Die Anzahl der Häuser sowie Autos auf den Straßen nahm langsam ab und die Gegend wurde ländlicher und die Schönheit der Natur kam immer mehr zur Geltung. Die Begeisterung stieg minütlich, da es hinter jeder Kurve schöner zu werden schien. Anfangs war der Himmel noch wolkenbehangen und diese Wolken zogen tief zwischen den Bergen her, was eine etwas mystische Atmosphäre schaffte. Doch nach und nach riss der Himmel immer weiter auf und strahlender Sonnenschein tauchte die Landschaft in ein helles Licht. 

Die Schönheit des Chapman’s Peak Drive

Doch immer wieder sagte Elli zu mir: Warte, es wird noch viel schöner. Und sie hatte Recht. Wir befanden uns auf dem Chapman’s Peak Drive und nicht umsonst gilt dieser als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt (übrigens auch als eine der gefährlichsten – 22 Autowracks wurden 1989 innerhalb eines Jahres unterhalb des Chapman’s Peak Drive bei einer Säuberungsaktion mit einem Helikopter geborgen). Rechts neben dir der Felsen, links der steile Abgrund und nur eine schmale Straße. 114 Kurven und 9km lang ist dieser Abschnitt und er hat es in sich. Atemberaubende Aussichten und eine Szenerie, die jedes Herz höher schlagen lassen, entschädigen unserer Meinung nach das Risiko, das man damit auf sich nimmt, allemal. Wenn ihr also mal in Kapstadt sein solltet, dann gehört diese Route, genauso wie der Tafelberg zum Pflichtprogramm 🙂 Worte können nicht immer überzeugen, daher möchten wir an dieser Stelle Bilder sprechen lassen.

Nachdem wir den Höhepunkt des Berges (und auch der Aussicht) erreicht hatten, ging es dann etwas zügiger nach unten. Da der Tag noch jung war, beschlossen wir, uns noch etwas an den Strand in Hout Bay Beach und ließen die Seele baumeln. 

Über Camps Bay zum Sunset Beach

Relativ schnell überkam uns jedoch der Hunger und wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem in der Altstadt von Kapstadt, wo wir auch in einem Restaurant, einer Tapas Bar fündig wurden. Mit dem Essen mussten wir uns jedoch etwas beeilen, da wir es unbedingt noch zum Sonnenuntergang zum Sunset Beach schaffen wollten (was für ein Zufall, dieser Zusammenhang 😉 

Gerade rechtzeitig erreichten wir den Strand. Die Sonne war bereits im Begriff unterzugehen und tauchte die Umgebung in ein warmes Licht. Gerade noch rechtzeitig konnte ich meine Drohne starten um diesen wunderschönen Moment einzufangen. Mit diesen Bildern im Kopf ging es dann anschließend in unsere Unterkunft, wo wir müde aber glücklich in unsere Betten fielen. 

Falls es vorher noch Zweifel an der Schönheit Kapstadts gab, dann war dies der Tag, der mich vollends von Kapstadt überzeugt hat. Ich hoffe, ich konnte etwas von dieser Begeisterung rüberbringen und kann euch einen Besuch von Kapstadt nur wärmstens ans Herz legen. 

Veröffentlicht am: 21. November 2018 von: Toli

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