Oahu – Die ersten Tage im Aloha State

Oahu – Die ersten Tage im Aloha State

Landung in Oahu

Am frühen Morgen ging es los. Schnell noch den Mietwagen abgeben, zum Flughafen ubern und das Abenteuer Hawaii konnte starten. Zwei Flüge à 6 Stunden lagen vor uns und ein Zwischenstopp in San Francisco, der aber so kurz war, dass sich ein Verlassen des Flughafens nicht gelohnt hat.
Auf der Strecke nach Oahu überflogen wir verschiedene Klima- und Vegetationszonen und konnten die atemberaubende Vielfalt der Schöpfung Gottes bestaunen.


Die Zeit verging wie im Flug 😉 Und zum Ende des Tages erreichten wir dann schließlich Oahu. Schon von oben konnte man die für Hawaii charakteristische Landschaft mit den saftigen grünen Hügeln und tiefen Furchen erkennen. Ein beeindruckender Anblick.


Wir holten noch schnell unseren Mietwagen ab und im Licht der untergehenden Sonne machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Wir hatten uns bei der Buchung für eine Airbnb-Wohnung im Ort Kailua entschieden. Eine Gegend, die touristisch noch nicht so überlaufen ist und mit wunderschönen Stränden aufwarten kann.

Es war bereits dunkel, als wir unsere Unterkunft erreichten und Vicky, die Vermieterin begrüßte uns freundlich. Als wir die Wohnung betraten, waren wir völlig angetan von der gemütlichen und warmen Einrichtung. Der Beginn auf Hawaii war also schon mal vielversprechend und wir waren gespannt, was uns die nächsten Tage erwarten würde.


Kailua Beach – Der vielleicht schönste Strand Oahus

Zum Inventar der Wohnung gehörten unter anderem zwei Bodyboards und ein Surfbrett und das Equipment musste natürlich getestet werden. Also ging es am ersten Morgen an den naheliegenden Strand in Kailua. Wir verfrachteten die Boards in unseren kleinen Fiesta und die Fahrt konnte beginnen. Das Surfboard benötigte die komplette Länge des Auto-Innenraums, dadurch war Tolis Sicht nach rechts behindert und er war an Kreuzungen beim abbiegen nach Links vollständig auf meine Kommandos angewiesen. Aber es ging alles gut und nach kurzer Fahrt erreichten wir auch schon den Strand. Unsere letzte Surf-Session lag schon einige Wochen zurück und Toli konnte es kaum abwarten, sich endlich mit dem Brett ins Wasser zu stürzen. Das Surfen war nicht sehr erfolgreich, Gründe dafür gab es wie immer viele;-) Aber mit dem Bodyboard hatten wir jede Menge Spaß und wir genossen den Tag in der Sonne. Für den nächsten Tag war nämlich schon unser erster Ausflug geplant.


Oahu – Let´s go north

Am frühen Morgen ging es für uns schon raus, denn wir wollten den Sonnenaufgang am Strand von Kailua nicht verpassen. Diesmal hatten wir tatsächlich an alles gedacht (nicht wie hier;-)) und wir konnten wunderschöne Aufnahmen machen. Von hier starteten wir unsere Tour in Richtung Norden, wo angeblich die besten Surfspots zu finden sind. Der Forecast zum Surfen war zwar nur ok, dennoch hofften wir ein paar große Wellen und wagemutige Surfer zu finden.


First Stop – Waimea Beach

Zuerst ging es an den Waimea Beach, eine wunderschöne sandige Bucht. Der riesige Strand war trotz des recht kühlen Wetters gut besucht, aber die meisten schauten aus sicherer Entfernung ein paar mutigen Bodysurfern zu, diese stellten sich lediglich mit ein paar Flossen ausgestattet den riesigen Wellen. Toli konnte nicht lange nur zu sehen und nach einigen Minuten stürzte auch er sich mutig in die Wellen. Mir war es zu Beginn einfach zu kalt, die Vorstellung bei der Kälte auch nur einen Fuß ins Wasser zu setzten war mir gänzlich unattraktiv. Doch nach einiger Zeit kam die Sonne raus und auch ich traute mich nun ins Wasser. 


Wellen vs. Kondition

Die Wellen hatten eine wahnsinnige Kraft und sich ihnen zu stellen war ein riesige, aber auch sehr spaßige Herausforderung. Die Lifeguards pfiffen mehrmals die Leute aus dem Wasser, aber es half nichts. Es gab immer wieder Wagemutige, die sich in die Wellen trauten. Angst davor von einer Welle auf den Meeresgrund gedrückt zu werden sollte man nicht haben, denn dies passiert unweigerlich. Konditionell ist es eine große Herausforderung und nach 10 Minuten hatte ich auch schon wieder genug. Überall Wasser, in den Ohren, Nase und Augen, völlig außer Puste legte ich mich an den Strand, grade noch rechtzeitig, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen. Toli war nicht aus dem Wasser zu bekommen und er surfte noch eine ganze Weile mit dem Bodyboard in den Wellen. 


Surfen, ein Lebensstil

Der Vormittag war schnell vorbei und wir machten uns auf den Weg in Richtung Bonzai Pipeline, dort sagte man uns, seien grade ein paar Surfer draußen. Unterwegs fährt man durch tolle Orte, die absolut vom Surfen geprägt sind. Total einladend waren auch die Stände am Straßenrand mit frischen Garnelen in Knoblauchsoße und anderen Köstlichkeiten. Der Norden sind noch nicht so stark vom Massentourismus geprägt und fast jeder Ort protestierte gegen den Ausbau der Straßen und den Bau von großen Hotels. Aktuell gibt es nur kleinere Villen oder Surfhostels die vermietet werden und der Fokus liegt völlig auf dem Surfen. Wir hoffen sehr, dass sich die Orte weiterhin erfolgreich gegen den Massentourismus wehren kann, denn grade die Ruhe und entspannte Atmosphäre machen die Orte so besonders. 

Banzai Pipeline – Ein Ort für Profis

Am Strand der Banzai Pipeline angekommen fanden wir riesige Wellen vor. Hier trauten wir uns definitiv nicht ins Wasser. Umso größer war der Respekt vor den Jungs, die mit ihren Surfbrettern draußen waren und den Wellen trotzten. Immer wieder schafften sie es die Wellen zu reiten, dies rief einige Zuschauer an den Strand. Die Eleganz, mit der sie sich auf ihr Board werfen, wie sie selbstbewusst in die Wellen rauspaddeln und der Ehrgeiz, der sie immer wieder eine Welle erwischen lässt, ist einfach beeindruckend. Leider fing es bald an zu regnen und wir räumten unser Lager am Strand und machten uns auf den Weg zurück. 


Hanauma Bay – Ein Schnorchelparadies?

Am nächsten Tag wollten wir unter die Wasseroberfläche Hawaiis schauen und hatten uns entschieden nach Hanauma Bay zu fahren. Die Bucht steht inzwischen in wirklich jedem Reiseführer und dementsprechend überfüllt war die Bucht. Da es keinen Parkplatz mehr gab entschieden wir uns weiter zu fahren und die Küste zu erkunden. Auf dem Rückweg sahen wir, dass es sich etwas geleert hatte und wir bogen doch noch in die Bucht ein. Der Eintritt kostete uns $ 7,50 und nach einer Videoeinführung über das Riff und das Verhalten an solchem, durfte man in die Bucht. Diese war wirklich überfüllt und durch und durch touristisch. 


Der Tourismus hinterläßt Spuren 

Die Korallen waren wirklich eine Enttäuschung, denn nahezu alle waren abgestorben. Die Fischwelt war jedoch sehr bunt und vielfältig. Die Bucht ist begrenzt durch eine, wie es uns schien, künstlich angelegte Felsmauer im Wasser, dahinter war das Wasser unruhiger und rauer. Wir entschieden uns spontan hinter die Mauer zu schwimmen, um den Menschenmassen zu entgehen und das hat sich wirklich gelohnt, denn plötzlich war das Meer bunt, Fischschwärme zogen zwischen den Korallen entlang und wir waren nahezu allein. Die Strömung dort draußen ist nicht ganz zu unterschätzen, aber wir kamen gut mit ihr klar und gehören beide nicht zu den ultimativ guten Schwimmern, daher können wir dies nur empfehlen. Die Vorstellung, dass die ganze Bucht einmal so schön gewesen sein muss, macht echt traurig. Inzwischen ist die Bucht einmal in der Woche für Besucher geschlossen, aber wir bezweifeln, dass dies ausreicht, damit die Korallen sich erholen können.


Immer wieder Regen

Auch dieser Tag endete regnerisch. Während des Schnorchelns begann es bereits zu regnen. Nach einer Stunde Schnorcheln waren wir total durchgefroren. Da half nur eins: Ab zum Starbucks. Ein halber Liter Kakao kann Wunder wirken. Leider regnete es ziemlich oft auf Oahu und das Thermometer traute sich dann meist auch nicht über 22°C hinaus. Das hatten wir auf Hawaii definitiv anders erwartet, aber wir machten das Beste daraus und genossen die wenigen Sonnenstrahlen umso intensiver.

Veröffentlicht am: 29. April 2019 von: Elli

2 Gedanken zu „Oahu – Die ersten Tage im Aloha State

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